1. Hagiotherapie-Grundkurs im Zisterzienserkloster Bochum-Stiepel

Unter den sieben Teilnehmern am ersten Grundkurs warteten einige schon lange darauf, tiefer in das Wissen und die Erfahrung der Hagiotherapie eingeführt zu werden, mit der sie durch Vorträge oder Lektüre schon in Berührung gekommen waren. An drei Samstagen im Oktober und November waren sie zu Gast im Kloster Stiepel, wo sie eine wunderbare Umgebung und eine große Gastfreundschaft genießen durften.

Im Kloster Stiepel trifft sich auch monatlich einmal die Studiengruppe Nord-West in der GGW, wovon sechs Mitglieder an den Treffen teilnahmen, um die Hagioassistentinnen Elzbieta und Klementine zu unterstützen und Erfahrungen zu sammeln. Karl-Josef brachte aus dem Raum Paderborn gleich zwei interessierte Personen mit.

Mit viel Engagement und mit großer Freude und Offenheit wurden die Inhalte der Schulungsmappe erarbeitet, und dadurch wuchs ein vertrautes Miteinander. Elisabeth schrieb für alle ein internes Protokoll zum Einheften in die Teilnehmermappe, damit die wertvollen Beiträge nicht verloren gehen. Der Leiter Bernd Fassbender, der zum Kursende die Gruppe besuchte, schlug vor, bis zum Beginn des Aufbaukurses das Buch: Heilung des Menschen in der Hagiotherapie, zu studieren. Dazu wollen alle Grundkursteilnehmer im neuen Jahr monatlich einmal zusammen kommen. Die Motivation dafür liegt sicherlich zuerst darin, dass alle ein „Mehr“ an Verstehen und damit ein Staunen über das Mensch-sein und das Geheimnis der Geistseele gewonnen haben, und dass alle an sich positive Veränderungen wahrnahmen.

Wir als Mitglieder der Studiengruppe sind durch das gemeinsame Tun und die gemeinsame Reflektion als Gemeinschaft tiefer zusammengewachsen. Wir wissen voneinander, dass wir uns gegenseitig tragen, und das stärkt uns.

Im Kurs wurde immer mal wieder die Frage nach der Unterscheidung bzw. der Beziehung von Geist und Psyche gestellt. Deshalb möchte ich zum Schluss die Erklärung der Schulungsleiterin Elzbieta Gaczkowska wiederholen. Sie verwies auf Prof. Tomislav Ivancic, der die Beziehung der drei Bereiche im Menschen - Körper, Psyche und Geist – mit dem Zusammenklang von Geiger, Geige und Musik vergleicht. Der menschliche Körper entspricht danach der Geige, denn er ist materiell (unbelebt). Der Geiger ist der Geist und die Musik ist die Psyche. Der Geiger spielt die entscheidende Rolle, denn der Geist gibt den Impuls, welcher sich durch die Psyche – die Melodie – äußert und wahrnehmbar wird. Die Psyche ist gleichsam ein Bindeglied zwischen Körper und Geist.

In der Gruppe wurde immer mehr spürbar wie -  durch die geistigen Inhalte und die Begegnungen - die geistige Atmosphäre an „melodischer“ Qualität zunahm. 

Adelheid aus Geseke bei Paderborn lud alle am Ende des Grundkurses spontan zum Gansessen ein.  

Klementine Nießing und Elzbieta Gaczkowska

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