„Diese Tage werden mich noch beschäftigen!“

Bericht über die Werkstatttage der Dekanatsjugend Plauen im Winfriedhaus Schmiedeberg

Auch in diesem Jahr – wie immer am letzten Augustwochenende – fanden die Werkstatttage im Winfriedhaus in Schmiedeberg statt. Für die Jugendlichen aus dem Dekanat Plauen, welches zum Bistum Dresden-Meißen gehört, fühlt es sich immer an wie nach Hause kommen, eine Auszeit von der Schule, vom Studienalltag oder vom Arbeitsleben nehmen. Das Winfriedhaus ist schon seit Generationen das Jugendbildungshaus im Bistum.

So begrüßten die Jugendlichen am 24. August 2018 ihren Diakon Christoph Braun an der Eingangstüre mit einem lauten: „Hallo!“. Obwohl abends die Vorstellungsrunde durch einen Feueralarm jäh unterbrochen wurde, ließen sich die Jugendlichen die Laune nicht verderben und genossen ihr Zusammensein mit Spielen und Lachen bis weit nach Mitternacht.

Jugendreferent Christoph Marggraf hatte das Wochenende unter das Motto: „Heilung und Gesundheit“ gestellt und zu diesem Thema einige Referentinnen eingeladen. Frau Katrin Braun und Frau Susanne Marggraf, die beide in medizinischen Berufen tätig sind, luden die Gruppe am Samstagvormittag ein, Cremes und Pasten herzustellen.

Der Nachmittag wurde von Hagioassistentin Ruth Diegelmann aus Fulda gestaltet. Sie referierte in zwei Impulsvorträgen über den Sinn des Lebens, über den Lebensauftrag, den jeder persönlich finden und erfüllen sollte. Frau Diegelmann fragte die Teilnehmer: „Hast du deinen Lebensauftrag, deine persönliche Mission, mit allen Konsequenzen angenommen? Diese Botschaft vermittelte sie anhand eines Filmtrailers von „Mission Impossible“ mit Tom Cruise.

Obwohl der philosophische Ansatz für die Jugendgruppe ungewohnt war, arbeitete sie dennoch mit Interesse an den existenziellen Fragen der Arbeitspapiere.

Nach einer Pause wurden die gewonnenen Erkenntnisse im Workshop vertieft. Angeregt durch die lehrreiche Geschichte der traurigen Holzpuppe „Punchinello“ bekam der Nachmittag eine Dynamik, in welcher eigene Erfahrungen, offene Fragen und tiefe Gedankengänge ihren Platz bekamen.

Der Abend wurde – wie jeder Abend – mit einem thematischen Abendgebet beendet. Wiederum bewies Dekanatsjugendseelsorger, Diakon Christoph Braun, sein Talent, den Jugendlichen im Morgen- und Abendgebet die gütige und heilende Nähe Gottes erfahrbar zu machen.

Am Sonntagvormittag während der Abschluss- und Feedbackrunde machte sich eine wehmütige Stimmung breit. Zum einen, weil es die meisten Jugendlichen bedauerten, dass das Wochenende schon zu Ende ist und sie auseinander gehen müssen und zum anderen, weil das traditionsreiche Jugendhaus in Kürze massiv umgebaut wird.

Dem Jugendreferenten Christoph Marggraf, der mit seiner ganzen Familie teilgenommen hatte, wurde mit einem tosenden Beifall für die Planung und Durchführung der Werkstatttage gedankt. Nachdenkliche Stimmen äußerten: „Diese Tage werden mich noch beschäftigen!“

Ruth Diegelmann

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