Geistliches Seminar der Gemeinschaft Gebet und Wort, Deutschland in Königstein.

Am Wochenende vom 22. – 25.02.2018 fanden im Ursulinenkloster Königstein Exerzitien für die Gemeinschaft Gebet & Wort unter der Leitung von P. Georg Schmidt SJ statt. Pater Georg ist Jesuit. Er arbeitet als Eherichter im Offizialat in Limburg und ist in einer Pfarrei in Frankfurt tätig.

Thema war die Bergpredigt (Mt 5, 1-48), insbesondere die Seligpreisungen und die Antithesen, auch im Vergleich mit der Feldrede im Lukasevangelium.
„Sind diese Grundsätze nicht eine Überforderung?“ – Dieser Frage wurde als erstes nachgegangen.

P. Georg ging es darum zu betonen, dass es sich hierbei um Lebenshaltungen handelt, die eine Betrachtung der jeweiligen Situation nicht unnötig machen, sondern im Gegenteil eine richtige Einschätzung im Sinne einer „Unterscheidung“ erfordern.
Die Zuhörer wurden in den Seligpreisungen mit ihrer Armut vor Gott, mit dem Thema Verlusterfahrungen und Trauer, Gewaltverzicht und der Vision einer besseren, gerechteren Welt konfrontiert. P. Georg gab Impulse zur Barmherzigkeit und dem „reinen Herzen“, mit dem wir vor Gott stehen sollen. Er sprach über Friedfertigkeit und das Aushalten von Verfolgungen.

In vielerlei Weise wurden der Zusammenhang und das Zusammenspiel der einzelnen „Seligkeiten“ beleuchtet. Die Teilnehmer hatten Gelegenheit, ihre eigenen Gedanken dazu zu erforschen und in einem Anhörkreis am Abend auch auszutauschen.

Durch die anschließende Betrachtung der Antithesen („Ich aber sage euch …“) wurde das Augenmerk darauf gerichtet, wie die Anwendung dieser Grundsätze im eigenen Leben und in der Gesellschaft durch Deeskalation von Konflikten, Versöhnung und gegenseitiger Achtung in einen „Kreislauf des Guten“ münden kann, bis hin zur Verwirklichung der starken „Vision der universalen Gerechtigkeit, der universalen Versöhnung und des universalen Friedens“. Es gilt dabei, die Wurzeln des Konfliktpotentials auf allen Ebenen konsequent auszureißen, auf Vergeltung zu verzichten und Feindesliebe zu praktizieren.

Der Leiter der GGW, Bernd Faßbender, dankte am Ende dieser inhaltsreichen Zeit dem Seminarleiter für seine ruhige und klare Art, die Dinge an- und auszusprechen und so der Bergpredigt in uns neuen Raum zu geben. Er wiederholte P. Georgs Gedanken zur Rede vom „Salz der Erde“ (Mt 5, 13-16), dass wir als Christen - und gerade auch wir in unserer Tätigkeit für die Hagiotherapie - durch die Umsetzung der Bergpredigt und des Liebesgebots dem Leben und der Gesellschaft den Geschmack geben sollen, der uns das erahnen lässt, was Jesus uns verheißen hat. Mit „Ihr sollt ein Segen sein“ schloss er das geistliche Seminar ab.

Erfüllt von diesen segensreichen Tagen für die Gemeinschaft und für den einzelnen traten die Teilnehmer den Nachhauseweg an.

Seite drucken nach oben