Herbsttreffen in Fulda vom 26.-28. Oktober 2018

An der Herbsttagung der Gemeinschaft Gebet und Wort nahmen 40 Personen teil. Das Wochenende fand in den Räumen des Priesterseminars in Fulda vom 26.-28. Oktober 2018 unter der Leitung des nationalen Leiters der Gemeinschaft Gebet und Wort, Diakon Bernd Faßbender, statt.

Provinzleitertreffen:

Am Freitagnachmittag trafen sich die regionalen Gruppenleiter mit dem Leitungsteam der deutschen Gemeinschaft. Themen waren die Einheit der deutschen Gemeinschaft und die Zusammenarbeit mit der Muttergemeinschaft in Zagreb, Kroatien. Erneut wurde gemeinsam unterstrichen wie wichtig es ist, dass die Regionalleiter die Leitung in Limburg über ihre Aktivitäten, Veranstaltungen und Ausbildungskurse informieren. Zu Wahlen im regionalen Bereich sind die Kandidaten vorher zu melden und von der Leitung zu genehmigen. Die Wahlergebnisse sind nachher mitzuteilen. Ein Schwerpunkt bildete ein fachlicher Impuls von Markus Diegelmann zur Perspektive eines Kommunikationskonzeptes nach den neuesten technischen Möglichkeiten.

Jahresmitgliedversammlung des Fördervereins:

2006 wurde der Förderverein Gebet und Wort, auch zur finanziellen Unterstützung der Aktivitäten von der Gemeinschaft Gebet und Wort in Deutschland gegründet. Zur Mitgliederversammlung stand das Geschäftsjahr 2017 im Zentrum der Beratungen. Einstimmig wurde der Vorstand unter dem Vorsitz von Marlies Glock entlastet.

Herbsttagung:

Dann folgte der inhaltliche Teil der Versammlung. Zu  Beginn oder am Abschluss eines jeden Schwerpunktes hörten die Teilnehmer als Sammlung und Formation Worte von Tomislav Ivančić aus seiner Predigtreihe: „Charisma der Gemeinschaft Gebet und Wort“.

Klementine Nießing referierte über das II. Internationale Treffen der Hagiotherapie und Evangelisation in Zagreb im Juli 2018 zum Thema: „Evangelisation“. Aus der Fülle der Aspekte stellte sie Fragen und Statements heraus: „Mensch, wo ist dein Anfang, wo sind deine Wurzeln?“.und „Die Evangelisation nimmt für jeden Christen eine wichtige Rolle ein und ist eine unabdingbare Voraussetzung für einen praktizierenden Hagioassistenten. Auch ist sie in vereinfachter Weise die Grundlage für die Mitgliedschaft in der Gemeinschaft Gebet und Wort.“

Diakon Bernd Faßbender hielt einen Vortrag zum Thema „Sammlung“. Was bedeutet Sammlung für das weltliche, das geistige und das religiöse Leben der Menschen. Sein Resümee: Zerstreutheit ist Krankheit, Sammlung ist Gesundheit. Sei gesund! In Gott den verlorenen Sinn, die verlorene Mitte wieder finden. Bei Gott verweilen, da sein und glauben, dass Gott da ist.

Hildegard Winter-Stein stellte Impulse zur Rolle des Hagioassistenten vor. Unter anderen stellte sie folgende Fragen: „Was ist die größte Falle in der Hagiotherapie?“, „Woher bekomme ich meine Kraft als Hagioassistent?“, „Woran erkenne ich, dass die Berufung in Gefahr ist?“

Rosemarie Köchling zeigte die Unterschiede zwischen Psychologie, Theologie und Hagiotherapie auf. Für Prof. Dr. Tomislav Ivančić war es zu seinen Lebenszeiten immer ein Anliegen, die Unterschiede dieser drei Disziplinen klar herauszuarbeiten. Frau Köchling untersuchte diese Bereiche unter den Aspekten Objekte und Methoden. Sie stellte anschließend fest, dass die Hagiotherapie den Geist, bzw. die Geistseele im Fokus hat und deshalb einen autonomen Bereich. Praktisch wurde es bei der Darstellung von anonymisierten Fällen durch Monika Matalik, Diakon Elmar Schmid und Delphine Deinhart.

Am Sonntag referierte Ruth Diegelmann zum Thema: „Warum zerbrechen unsere Familien?“. Sie begann mit der Feststellung, dass in der heutigen Gesellschaft gewisse Ideologen behaupten, jeder Mensch könne für sich selbst entscheiden, welches Geschlecht er für sich wählen wolle. Die Idee, Mann und Frau könnten ihre Rollen einfach vertauschen, führt seitdem zu großer Verwirrung bei den Menschen. Nach dieser kurzen Analyse stellte sie insbesondere das Gedankengut von Prof. Dr. Tomislav Ivančić vor. Sie lenkte den Blick auf den biblischen Befund und auf die Naturgesetze. Mann und Frau seien zwar unterschiedlich, also nicht gleichartig, aber gleichwertig. Sie skizzierte den geistigen Weg der Familien.

Zahlreiche Wortmeldungen bildeten die darauf folgende Austauschrunde. An der Art und Vielfalt der Fragestellungen war erkennbar, dass die Zuhörer durch den Vortrag tief angerührt wurden. Die Fülle der Fragen konnte in der verbleibenden Zeit nicht beantwortet werden. Über dieses Thema besteht weiterer Gesprächsbedarf und daran muss noch gearbeitet werden.

Das Wochenende wurde mit einer Eucharistiefeier beschlossen. Die Predigt von Pfr. Marcin Budny fasste das Wochenende zusammen: „Menschen, die aus der Hoffnung leben, sehen weiter; Menschen, die aus der Liebe leben, sehen tiefer; und Menschen, die aus dem Glauben leben, sehen alles in einem anderen Zusammenhang“.

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