Seminarleiterschulung für den „Aufbaukurs Hagiotherapie“ im Hagio-Zentrum-Limburg

Im Hagio-Zentrum-Limburg (HZL) begrüßte am Freitag, den 23 März 2018, der Leiter der Gemeinschaft Gebet & Wort Deutschland, Diakon Bernd Faßbender, 28 Hagioassistentinnen und Hagioassistenten aus Deutschland, Luxemburg und der Schweiz zur Seminarleiterschulung des Aufbaukurses I der Hagiotherapie.

Dankesworte gingen zu Beginn an die Verantwortlichen der Erstellung der umfangreichen Schulungsunterlagen: Ruth und Markus Diegelmann, Bernd Faßbender, Christine Hammer-Müller, P. Willi Klein und Bertram Thaller. Besonders erwähnt wurden Elfriede Anneser (Grafik-Design), Robin Goldbach (Fotographien), Dr. Mona Diegelmann (Psychologin) und Elfriede Demml (Theologin) als Korrekturleserinnen.
Der entstandene Aufbaukurs richtet sich an alle Interessierten, die bereits den Grundkurs durchlaufen haben und sich eine Vertiefung oder Weiterbildung auf dem Weg zum Hagioassistenten wünschen. Die Schulungsunterlage basiert auf dem Fachbuch „Hagiotherapie in der Begegnung mit dem Menschen – Grundlagen der Anthropologischen Medizin“, das im LIT-Verlag in 2015 erschien und von Prof. Tomislav Ivančić, dem im Februar 2017 verstorbenen Begründer der Hagiotherapie, geschrieben wurde.
Unter Anleitung von Ruth und Markus Diegelmann und Christine Hammer-Müller beschäftigten sich die Teilnehmer intensiv mit den 16 Einheiten des Kurses, wobei immer zwei Personen die Vorstellung einer Einheit übernahmen. 
Die Schulungsleiter erklärten das Konzept dieser Schulung und wiesen auf Kernpunkte hin. Der Aufbaukurs Hagiotherapie dient primär der Wissensvermittlung und widmet sich nur sekundär der Selbstreflektion. Vertiefung und Selbstreflektion sollen in speziellen Lerngruppen angeboten werden, die nach der Schulung des Aufbaukurses folgen.
Im Aufbaukurs werden folgende Themen behandelt:
•    Kommunikation mit sich selbst, dem Mitmenschen und dem Schöpfer
•    Die vier Ebenen des Menschen, hier besonders die anthropologische Ebene
•    Pathologie, Diagnose und Therapie der Geistseele („anthropologische Medizin“)
•    Transzendentalien als Eigenschaften der Geistseele im therapeutischen Kontext
•    Einordnung der Hagiotherapie im Umfeld der Seelsorge und der Psychotherapie
•    Heilung der religiösen Struktur des Menschen als schicksalhafter und entscheidender Weg zur Gesundheit („religiöse Medizin“)
•    Berufung
Da neue Themenfelder eingefügt wurden, blieben natürlich rege Diskussionen nicht aus, da es sich um das Herzstück der hagiotherapeutischen Anthropologie handelt, die jedem Hagioassistenten gewissermaßen zum Lebensinhalt geworden ist. Nach sachlicher Klärung der Argumente wurden im gemeinsamen Konsens kleine Änderungen angeordnet.
Der Kurs wird in diesem Jahr an verschiedenen Orten Deutschlands und der Schweiz durch geschulte und befähigte Hagioassistenten angeboten werden. Schon ab April wird er in monatlichen Sendungen in Radio Horeb übertragen.

Die Teilnehmer spürten den Geist des gemeinschaftlichen Aufbruchs und dass sie bei einem Meilenstein der hagiotherapeutischen Ausbildung in Deutschland dabei sein dürfen.

Andrea Kraus