"Begegnung mit dem lebendigen Gott"

Erste Einheit

Brauche ich ein Seminar zur Glaubenserneuerung?

Diese Frage scheint berechtigt! Ich habe so viel um die Ohren – jetzt auch noch das??
Die Welt scheint sich immer schneller zu drehen. Wir kommen unseren vielen Verpflichtungen kaum nach. Hektisch jagen wir unserer Lebenszeit hinterher. „Jeder hat etwas, was ihn antreibt!“ heißt es in der Werbung. Momente des Glücks, der erfüllten Träume werden uns versprochen, wenn wir auf ihr Angebot eingehen. Dabei scheint der Traum vom Glück in diesen Tagen und Wochen in weite Ferne zu rücken. Die Welt scheint aus den Fugen geraten zu sein. Terror und Krieg überall! Seit dem zweiten Weltkrieg gab es nicht mehr so viele Flüchtlinge. Erschöpfte, gequälte Menschen, die alles verloren haben, strömen nach Europa, mit der Hoffnung auf ein Leben in Freiheit und Wohlstand. Wir sind herausgefordert, unser Glück zu teilen!

Bei all dem gibt es manchen, der von sich sagen kann: Eigentlich komme ich ganz gut klar. Ich weiß, was ich will. Ich kenne meine Fähigkeiten und kann sie gut einsetzen.

Wozu brauche ich den Glauben?

Mit Recht können wir fragen: Ist der Glaube wirklich nur etwas für Menschen, die zum Opfer der Geschichte geworden sind? Ist er nur etwas für Schwache und Kranke, für Benachteiligte und Gescheiterte? Auf wen sollen sie sich stützen – braucht es nicht auch Menschen, die für sie da sind? Sind die „Menschen am Rande“ heute nicht gerade auch die, die nicht in das allgemeine Klagen einstimmen? Sind es nicht auch jene, die nicht resignieren, die keine Zäune aufrichten, sondern sich Tag für Tag für das Gute einsetzen? Sind es nicht jene, die an der Hoffnung festhalten, dass wir „das schaffen können“?

Brauchen nicht gerade die Starken, Gesunden jetzt einen lebendigen Glauben, der ihrem Denken Klarheit verschafft, sie bestärkt und ermutigt, das Erkannte umzusetzen, und zwar nicht alleine, sondern zusammen mit vielen anderen, die ebenfalls zupacken und helfen möchten?

Wenn sich die Frage nach dem, was wirklich zählt, auch zuzuspitzen scheint – neu ist sie nicht!
„ Siebzig Jahre währt das Leben, und wenn es hoch kommt, sind es achtzig.“ Weiß schon der Beter des Psalms 90, und folgert daraus: „Unsere Tage zu zählen lehre uns, dann gewinnen wir ein weises Herz!“

Wohin mit meinen Fragen? Mein Leben ist ein Geschenk, kostbar und einmalig. Ich will mich entfalten, Ich möchte für jemanden wertvoll sein, will meinen unverwechselbaren Fußabdruck auf der Erde hinterlassen. Suche ich am richtigen Ort? Höre ich auf die richtigen Worte? Menschen sind begrenzt, machen oft genug Fehler. Gott, unser Schöpfer, hat uns jemanden geschickt, der von sich sagt: „Ich bin die Wahrheit!“ – Jesus von Nazareth.

Jesus ist nicht nur der, der sagt: Fürchte dich nicht, dir ist vergeben! Er ist auch der, der sagt: Seitdem ich bei euch bin, hat die neue Welt längst begonnen. Selbst wenn Böses geschieht, es ist schon besiegt. Richte dich auf und schau mutig nach vorne, denn Gott bleibt der Herr der Geschichte. Suche bei ihm die Antwort auf deine Fragen! Schöpfe aus seiner Kraft, dann findest du den Sinn deines Lebens!

Machen wir uns auf den Weg, die Botschaft Jesu neu zu entdecken und für uns zu erschließen!

Überlege für dich persönlich:

Bist du mit deinem Leben zufrieden?
Was würdest du daran gerne verändern?
Was meinst du: Existiert für dich Gott?
Hat der Glaube heute noch einen Sinn?
Bist du mit deinem Glauben zufrieden?
Was stört dich an ihm?

Wie würdest du diese Sätze vollenden:
In meinem bisherigen Leben war der Glaube wie…“
Ich möchte, dass mein Leben…. wird!“

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