Du bist nicht allein

ICH BIN DA

In die Lichtblicke deiner Hoffnung

und in die Schatten deiner Angst,

in die Enttäuschungen deines Lebens

und in das Geschenk deines Vertrauens

lege ich meine Zusage: ICH BIN DA.


In das Dunkel deiner Vergangenheit

und in das Ungewisse deiner Zukunft,

in den Segen deines Wohlwollens,

und in das Elend deiner Ohnmacht

lege ich meine Zusage: ICH BIN DA


 In das Spiel deiner Gefühle

und in den Ernst deiner Gedanken,

in den Reichtum deines Schweigens

und in die Armut deiner Sprache

lege ich meine Zusage: ICH BIN DA


 In die Fülle deiner Aufgaben

und in die Leere deiner Geschäftigkeit,

in die Vielzahl deiner Fähigkeiten

und in die Grenzen deiner Begabung

lege ich meine Zusage: ICH BIN DA


 In das Gelingen deiner Gespräche

und in die Langeweile deines Betens,

in die Freude deines Erfolgs

und in den Schmerz deines Versagens

lege ich meine Zusage: ICH BIN DA


 In das Glück deiner Begegnungen

und in die Wunden deiner Sehnsucht,

in das Wunder deiner Zuneigung

und in das Leid deiner Ablehnung

lege ich meine Zusage: ICH BIN DA


 In die Enge deines Alltags

und in die Weite deiner Träume,

in die Schwäche deines Verstandes

und in die Kräfte deines Herzens

lege ich meine Zusage: ICH BIN DA

 

(Herkunft unbekannt)

Ihr Männer von Galiläa, was schaut ihr zum Himmel empor?

"Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!" Mk 16, 15

Nach der Himmelfahrt Jesu kommen die Jünger zusammen. Sie treffen sich an einem geschützten Ort und bleiben dort die ganze Zeit im Gebet.

Ihre Gottesbeziehung verändert sich; Jesus hat sie vom alten Tempelkult, von ihrer traditionellen Gebetsweise  weg-geführt, ebenso von der buchstabengetreuen Auslegung der Schriften.

Ihr Gebet ist jetzt ganz auf Jesus ausgerichtet, sie suchen die Verbindung mit ihm. 

In ihrer Erinnerung ist er noch gegenwärtig. Nach allem, was geschehen ist, ahnen sie, dass sich etwas Neues, Großes vorbereitet, dass es sie ganz verändern wird. Alles Gewohnte, Vertraute, eben die alten Sicherheiten werden sie hinter sich lassen. Jedes Wort, das er gesprochen hat, hat es angekündigt.             

Wie hat er gebetet? Was hat er sie gelehrt?

Sie wollen verstehen und sind bereit ihre Herzen zu öffnen für das Neue, das sie bisher nicht oder nur bruchstückhaft erkannt haben.

Im gemeinsamen Erinnern an den, der sie liebte, nach dem sie sich sehnen, wird ihr Glaube gestärkt. Gemeinsam richten sie sich auf ihn aus, so wie er sich auf den Vater ausgerichtet hat. Sie ahmen ihn nach, wie Kinder ihre Eltern nachahmen.

Sie sammeln sich, bekennen Jesus, den Auferstandenen und  warten auf den Beistand, den er versprochen hat (diesmal schlafen sie nicht).

"Wenn aber der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen. Und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr von Anfang an bei mir seid." Joh 15, 26.27

 

Gedanken von Marlies Glock

Verein Gebet und Wort e.V.