Charisma der GGWD, Kurzform+Folgerungen

Nach mehrfachen Austausch mit Pater Willi Klein      Stand: 25. August 2016

Das Charisma der GGWD besteht aus einem 2-fachen Apostolat,

1.) das der Evangelisation und 2.) das der der Hagiotherapie. Beide fließen ineinander, ergänzen sich und bedingen einander. Ziel der Evangelisation ist die Entscheidung für Jesus Christus. Ziel der Hagiotherapie ist die Gesundheit der Geistseele. Die Hagiotherapie betrifft den Hagioassistenten selbst und seinen Mitmenschen.

Das erste Apostolat des Charismas, welches auch viele andere Gemeinschaften haben, ist die Evangelisation. Sie wird intensiv bei uns, bei den Mitgliedern der GGWD und in Kirchengemeinden angewandt. Dort aber nur nach Absprache und mit Genehmigung des Pfarrers. Mit dem Apostolat der Evangelisation beschäftigt sich ein Großteil unserer Mitglieder zuhause und dort meist sehr intensiv.

Das zweite Apostolat des Charismas, welches die GGWD als Besonderes hat, ist die Hagiotherapie. Sie betätigt sich im weltlichen Raum mit allen Menschen, sogar mit Atheisten. Dazu bedarf es einer ständigen Wissensschulung, sowie der besonderen Berufung zu dieser Arbeit mit sich selbst aber auch zwingend mit den Mitmenschen. Mit dem Apostolat der Hagiotherapie beschäftigt sich ein kleinerer Teil unserer Gemeinschaft intensiv.

Insgesamt ist es wichtig, zu wissen, dass die GGW aus einer Gebetsgemeinschaft entstand und dass das Gebet das Fundament allen Wirkens ist.

 

Folgerungen aus dem zuvor gesagten:

1.) Wir haben erkannt und zu berücksichtigen, dass wir 3 Ausprägungen bei der Mitgliedschaft in der GGWD haben.

a) Wir haben ein geistige Mitgliedschaft in der GGWD. Die Mitglieder fühlen sich der Gemeinschaft mit ihren Regeln und Statuten geistig verbunden und reihen sich in die Gemeinschaft ein. Sie versuchen mit allem Einsatz die beiden Apostolate der Evangelisation und der Hagiotherapie zu erkennen und zu leben. Einige engagieren sich im Apostolat Evangelisation, haben aber Schwierigkeiten mit dem Apostolat der Hagiotherapie. Es fehlt ihnen vielleicht die dazu eigene Berufung oder Befähigung. Trotzdem haben sei unbedingt ihren Platz in der Gemeinschaft. Sie sind ganz wichtig als Beter und Fürbittende für die Gemeinschaft, für die Leitung und für die Mitglieder, die die Berufung zur Hagiotherapie praktisch ausüben. Sie müssen keine Prüfungen zur Hagiotherapie ablegen und werden daher keine Zulassung zum Hagioassistenten bekommen. Sie können bei sich und in ihrem privaten Umfeld selbstverständlich die Hagiotherapie anwenden. Wer mit der Zeit zum Apostolat der Hagiotherapie berufen wird, kann sich jederzeit zu Prüfung anmelden und die Zulassung als Hagioassistent anstreben.

b) Es gibt Mitglieder die zusätzlich den Ruf zum Apostolat der Hagiotherapie verspürt und erhalten haben. Sie streben stets danach für ihre Mitmenschen tätig zu werden. Sie lassen sich intensiv ausbilden, nehmen das aufwendige Studium in Zagreb und Studienwochenenden, egal wo, in Deutschland auf sich. Getragen sind sie von tiefer Gottesbeziehung und der Erkenntnis, als Hagioassitenten nicht in ihrem Kämmerlein bleiben zu können. Sie müssen hinaus zu den Menschen und sie werden sich auch offen zu ihrem Apostolat bekennen, damit die Menschen in Not sie finden können. Mitglieder a) und b) sind zum Gehorsam der Leitung der Muttergesellschaft und der Landesleitung verpflichtet.

c) Es gibt auch Mitglieder, die aus Sympathie und aus Dankbarkeit unsere Arbeit unterstützen wollen. Sie stellen keine besonderen Ansprüche an den Verein. Sie sind Fördermitglieder. Wir können und dürfen von ihnen auch nichts Besonderes verlangen. Für ihre Unterstützung, besonders im Gebet und bei den Finanzen sind wir ihnen sehr dankbar.


2.) Für unsere Fortbildung in der Zukunft ergibt sich daraus:

Nach der zukünftigen Form der Ausbildung (Grundkurs, Mittelkurs und evtl. Oberkurs) werden nur diejenigen, die das Wissen und die Berufung zur Hagiotherapie haben zur Prüfung mit dem Ziel der Zulassung als Hagioassistent zugelassen. Das wird, nach bis dahin feststehenden Kriterien, bei Prüfungen ermittelt und nachgefragt. Wer die abschließende Prüfung besteht, kann dann Hagioassistent werden und ist geeignet Patienten nach der Methode unseres Gründers Prof. Dr. Tomislav Ivancic zu behandeln. Wir haben eine Verpflichtung dem Professor gegenüber und besonders unseren Hagiopatienten gegenüber, gut ausgebildete und vom Apostolat der Hagiotherapie beflügelte Hagioassistenten loszuschicken. Für Evangelisatoren sind es ebenfalls Prüfungen vorgesehen.


3.) Für die Inhalte unserer Seminare ergibt sich:

Bei den meisten Mitgliedern der GGWD spielt eine tägliche Evangelisation, zuhause und in und mit ihren Gemeinden eine große Rolle. In der Hagiotherapie dagegen gibt es größere Lücken in Theorie und Praxis. Deshalb sollten wir auf unseren nur zwei Seminaren im Jahr hauptsächlich die Hagiotherapie behandeln und weiterbringen. Angemessene kurze Zeiten der Besinnung vor jeder Seminareinheit und ein meist möglicher Gottesdienst gehören natürlich dazu. Hauptthema muss aber die Hagiotherapie bleiben. Wir brauchen mehr Hagioassistenten! Evangelisationsseminare können nach Wunsch und nach Weisung aus Zagreb jederzeit, aber dann zusätzlich stattfinden.

 

Limburg, den 25. August 2016

Diakon Bernd Faßbender, Leiter GGW Deutschland

 

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