15. Die Organe der Geistseele

Wie der physische Leib seine Organe hat, so hat die Geistseele auch ihre „Organe“, das heißt, verschiedene Fähigkeiten.

I. Vitale Organe:

Durch sie ist der Mensch mit dem absoluten Sein verbunden.

II. Kognitive Organe:

Durch sie erkennt der Mensch, was er tun kann, um seinen Mangel zu beheben.

III. Tätige Organe:

Durch sie verwirklicht der Mensch immer mehr, die in ihm angelegten Möglichkeiten und
damit sich selbst.

 

Im Folgenden wird aus jedem Bereich ein Organ exemplarisch vorgestellt:


Person

Der Mensch ist Person, indem er „Das bin ich“ sagen kann. Die Person ist Trägerin aller geistigen Organe. Die Person hat der Mensch nicht von seinen Eltern, die direkte Quelle der Person ist das absolute Sein, der Schöpfer. Von ihm hat der Mensch seine Würde, Einzigartigkeit, Kostbarkeit und Unantastbarkeit.

Mangel erleidet die Person durch fremde und eigene Verletzungen seiner Würde.

Grundvoraussetzung zur Verlebendigung der Person des Menschen ist, dass er einen festen Grund unter den Füßen hat. Er muss wissen, dass er bedingungslos gewollt und geliebt ist, allein durch sein Dasein.

Intellekt

Der Intellekt ist das Organ der Erkenntnis. Er bezeichnet die Fähigkeit, etwas geistig zu erfassen.

Ist der Mensch nur in seiner eigenen Vorstellung über sich, die anderen und dem Schöpfer, gefangen, liegt ein Mangel im Intellekt vor. Alle diese egozentrischen Einstellungen, können negative und damit zerstörerische Gedanken ergeben.

Verlebendigt wird das Organ Intellekt, wenn der Mensch sich immer wieder auf die Suche nach der Wahrheit begibt und versucht danach zu leben.

Kreativität

Zum Wesen des Menschen gehört zielstrebiges Tätigsein. Jedes Tun des Menschen im praktischen und geistigen Bereich ist kreativ. Der Mensch verändert durch sein Handeln etwas, gestaltet Neues.

Mangel in der Kreativität zeigt sich, wenn der Mensch seine Möglichkeiten nicht erkennt oder nicht fähig ist, sie einzusetzen.

Jeder Mensch hat Talente und kann lernen sie zu gebrauchen und sich auf diese Weise weiter zu entwickeln und so sich seines Seins zu erfreuen.

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